Ich sitze im Zug nach Winterthur. Über den Lautsprecher höre ich die Ansage: „Töss“. Einige Sekunden später hupt der Zugführer und bremst abrupt. Es rumpelt...

der Zug bleibt stehen. 

 

Stille 

Meine Gedanken rasen, war es ein Mensch oder ein Tier? Ich warte und werde innerlich unruhig. Ich spüre Panik aufsteigen und muss mich beherrschen, damit sie mich nicht übermannt. Ich bete...

 

Dann die Ansage: „Wir hatten einen Personenunfall. Bitte bleiben sie sitzen, wir müssen warten bis die Polizei und der Rettungsdienst eintrifft.“

 

Was muss im Leben dieses Menschen geschehen sein, dass er keinen anderen Ausweg sah und diese Entscheidung traf?

 

Vor vielen Jahren jagten mich solche Gedanken auch: Was hat mein Leben für einen Sinn? Komm bring es zu Ende! Es bringt ja doch nichts. Du versagst immer. Du bist nur eine Last für andere, usw. 

 

Ich weiss nicht, ob Sie solche Momente kennen, in denen Sie sich fühlen, als ob Sie am Ende angelangt sind und nicht wissen, wie es weitergehen soll. Wo alles grau scheint und das Leben sinnlos… wo ein Tag sich an den anderen reiht und alles im Nebel versinkt…

 

Vielleicht fragen Sie sich, ist das alles? Ist es das, das Leben?

 

Auch ich kenne diese Tage, immer noch - aber ich kenne auch andere, an denen das Leben überfliesst vor Freude und Leben.

"Wer aufgehört hat zu träumen, hat aufgehört zu Leben!"

Wer bin ich?

Ich bin eine Frau in der immer noch das kleine Mädchen mit den grossen Träumen lebt. Aber auch die Ehefrau, Mutter und Grossmutter. Ich bin Gemeindeleiterin, Coach EASC und Gruppenleiterin.

Ich bin sportlich, reise gerne und mag es Menschen und Länder kennenzulernen.

 

Ich war ein Kind, das viel träumte. Aber immer wieder hiess es: "Hör auf zu träumen." - "Träumst du wieder?" -

"Du Träumerin!"  Träumen war nicht gewünscht.

Also unterdrückte ich meine Träume und versuchte mich mit der Realität auseinander zu setzen. Aber ich war nicht glücklich dabei. Es war, wie es so schön heisst:

„Wer aufhört zu träumen, hat aufgehört zu leben!“

Seitdem habe ich Träume gehabt, Träume begraben, Träume verwirklicht und ich lebe!

Einer meiner Träume war, zu tanzen und andere Menschen zum Tanzen einzuladen. Also besuchte ich Tanzstunden, trainierte in meinem Zimmer und schrieb Tänze. Ich war sogar eine Zeit lang unterwegs mit einem Tanztheater und hatte Auftritte.

Später durfte ich an einem Kongress einen Tanz-Workshop leiten. Es brauchte etwa 20 Jahre, bis ich den Höhepunkt dieses Traumes erreichte. Aber es hat sich gelohnt.

 

Die Coaching Ausbildung, die ich im Mai 2017 abgeschlossen habe, ist ebenfalls ein erfüllter Traum.

Ich liebe es mit Menschen zusammenzuarbeiten. Mit ihnen ihre Schätze und Talente zu entdecken und sie zu fördern, unterstützen und weiterbringen und vor allem, ihnen zu helfen ihre Träume zu verwirklichen!