Lebenstraum

Die Geschichte eines Mädchens von Hawaii

Ich war im 2012 in Hawaii. Das Appartement, indem ich wohnte war schön, aber der Eingang war nahe beim Rotlichtviertel. Es war eine Strasse von der Hauptstrasse von Honolulu entfernt. Ich war hungrig und das einzige was offen hatte, als ich nach 10.30 Uhr Abends ankam, war eine Sandwichbude. Also ging ich dahin. Es war eine sichere aber heruntergekommene Gegend.

Auf dem Weg, klopfte mir ein junger Hawaiianer auf den Arm und sagte: „Hey Bruder, brauchst du etwas heute Abend?“

 

Ich wusste, dass was immer er verkaufte, nicht das war, was ich kaufen wollte, also sagte ich: „Nein, ich bin ok. nur unterwegs für ein Sandwich.“

 

„Komm doch Bruder, willst du etwas Hasch?“ Er zeigte mit der Hand auf den Mund als ob er etwas raucht.

 

„Nein, das würde mich noch hungriger machen. Ich will nur ein Sandwich.“

 

Er lachte und sagte: „ Willst du ein Mädchen?“ und zeigte auf drei Teenager, die bei einem Restaurant-Eingang sassen. Ich hatte sie noch nicht bemerkt.

 

Es waren zwei Knaben und ein Mädchen, alle unter achtzehn und das Mädchen von dem er sprach war etwa 15. Ich wurde zornig darüber, dass er versuchte mir dieses junge Mädchen anzubieten. Sie sah aus wie ein normaler Teenager, nicht angezogen wie eine Prostituierte, und doch er bot sie mir an.

 

Ich sagte: „Nein, aber ich möchte schnell mit ihr sprechen.“ Ich ging zu ihr hinüber.

 

„Hey, ich bin Shawn, wie heisst du?“

 

Ihr möchtegern Zuhälter kam herüber und stand neben mich. Es schien ihn nicht zu stören, dass ich mit ihr sprach.

 

„Kayla“ sagte sie nicht gross interessiert.

 

„Was ist dein Lebenstraum?“ fragte ich.

 

„Was meinst du? Ich habe keinen Traum“, antwortete sie.

 

„Ich bin Christ und Pastor und Gott spricht zu mir über seine Träume für mich und hilft mir eigene zu träumen, so lass uns für eine Minute beten und Gott bitten, dir einen Lebenstraum zu zeigen. Er hat über dich Millionen von Jahre nachgedacht bevor er dich schuf, also lass uns ihn fragen, was er über dich dachte.“

 

„Mmh, ok“ sagte sie, etwas verwirrt und auch amüsiert.

 

„Ok, borg dir meinen Glauben und sprich mir nach, dann warte auf eine Antwort. Er wird in dir sprechen. Jesus, du liebst mich und hast mich dazu geschaffen, das Leben zu geniessen und es in Fülle zu leben. Zeig mir, wofür du mich geschaffen hast.“

 

Sie sprach mir nach und sagte: „Wow!“ die zwei Jugendlichen an ihrer Seite kicherten bis sie das sagte. Aber sie sah aus, als ob sie wirklich etwas gehört hatte.

 

„Was hast du gehört?“ fragte ich.

 

„Ich habe gehört, ich sollte Koch werden…“ sie sagte es ohne Unsicherheit, aber hatte einen erstaunten Blick auf ihrem Gesicht, als ob sie sich niemals Gedanken darüber gemacht hätte, dass es etwas anderes gäbe als das, was sie dazu trieb auf den Strassen umherzulungern.

 

„Du meinst wie ein Küchenchef? Kochst du gerne?“ fragte ich.

 

„Ich denke ja… ich habe es nicht wirklich oft gemacht aber ja, ich mag es!“ Sie war überrascht.

 

Bevor ich sie zu lange überlegen liess, sagte ich: „Gott würde dir nicht eine so gute Idee geben ohne dir auch die Schritte zur Umsetzung zu zeigen, der erste für morgen zum Beispiel, damit du deinen Traum verwirklichen kannst. Also lass uns ihn bitten, dir Schritte zu zeigen. Sprich mir nach: "Vater, du hast mir etwas gezeigt, das ich tun kann, das mich erfüllt und dein Herz spüren lässt. Was ist ein Schritt, den ich diese Woche darauf hin tun kann?“

 

Sie sprach mir nach und sagte: „Woah!“

 

Der Freund neben ihr hatte grosse Augen und sagte: „Was ist Kayla?“

 

„Gott hat mir gesagt, ich soll meinen Onkel anrufen, der ein Restaurant hat! Ich habe nie zu ihm gesprochen, weil ihn meine Mutter nicht mag und uns ihn nicht sehen oder anrufen lässt.

 

 

„Kayla, versprichst du mir, dass du ihn morgen anrufst und mit ihm darüber sprichst?“ fragte ich. Sie versprach es. Wir tauschten Telefonnummern aus und der Jugendliche neben ihr, sagte er wolle auch einen Traum, also beteten wir und er hatte ein ähnliches Erlebnis.

 

Kayla rief mich an dem Tag an, als sie mit ihrem Onkel gesprochen hatte. Er und seine Frau hatten für sie gebetet, vor allem nachdem sie zu Hause davongelaufen war. Sie waren glücklich, dass sie angerufen hatte. Sie erzählte ihnen, was Gott ihr gezeigt hatte. Sie haben sie angestellt und luden sie ein, bei ihr zu wohnen. Sie war eine unglaubliche Bereicherung für ihr Geschäft, eine fleissige Arbeiterin und einfallsreich mit guten Ideen, die dem Restaurant neue Kunden brachte (es war ein Restaurant, wo vor allem ältere, lokale Kunden verkehrten). Es wuchs schnell und sie konnte sich als Partnerin für kulinarische und geschäftliche Fragen einbringen.

 

Es war erstaunlich! Als sie 17 wurde, rief sie mich an und hielt mich auf dem Laufenden über ihre verblüffende Lebenswende. Sie war seit einer Weile gerettet, wohnte bei ihrem Onkel und ihrer Tante und hatte die Schule mit einen Hochschulabschluss früh abgeschlossen. Sie managte nun das Restaurant. Dann sagte sie: „ Mein Onkel will noch ein Restaurant an einem anderen Ort eröffnen und möchte, dass ich Mitbesitzer und Helfer werde!“

 

Ich freute mich für sie. „Wirst du eine Schule für Wirtschaft- oder Kulinarik besuchen?“

 

„Ich habe keine Zeit. Wir werden nächsten Monat eröffnen! Ich werde es in ein paar Jahren besitzen! Gottes Traum für mich ist grösser als ich dachte!

(Buchauszug aus Translating God von Shawn Bolz)